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Dorothea Friz hat an
der
Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität München ihren Abschluss als
Tierärztin erlangt und ist bald darauf
(wegen dem kalten Klima in Deutschland!) in den Süden ausgewandert. 1983 ist sie in
Süditalien angekommen und hat
als Assistenzärztin in einer Tierarztpraxis in Neapel
gearbeitet. Sie wurde sofort mit dem Problem der Strassentiere
konfrontiert: Hunde, Katzen wühlten zusammen
mit Ratten im zahlreich verstreuten Müll nach Essensresten.
Nach ein paar Wochen hat man sie in ein Tierheim eines
Tierschutzvereines mit circa 600 kranken Hunden geführt.
Das hat ihr Leben verändert. Sie hat den Kampf gegen
derartige Massentierheime angesagt. Sie hat ihren bezahlten
Job beim Tierarzt in Neapel aufgegeben und ist in das
Tierheim gezogen, um so vielen Hunden wie möglich zu
helfen.
Sie hat angefangen – damals gegen die Resistenz
vieler Italiener kämpfend - Tiere unfruchtbar zu machen.
Nach wenigen Monaten im Tierheim wurde sie mit einigen
anderen Freiwilligen „entfernt“, da sie dunkle
Machenschaften des damaligen
Präsidenten mit den Finanzen aufdeckte. Sie mietete einen
Bauernhof in der Nähe des Tierheimes, nahm ungefähr 30
Hunde aus diesem mit und begann ihre tierärztliche Tätigkeit
mit Schwerpunkt Kastrationen. Schon im Jahre 1984
fing sie wegen der großen Anzahl von Strassentieren an, die
Hunde und Katzen zu kastrieren, sie zu tätowieren und
wieder an ihrem Futterplatz auszusetzen. 1986 hat sie
den italienischen Verein LEGA PRO ANIMALE gegründet mit dem
Hauptziel, das Streunertum durch Kastrationen und Aufklärung
zu eliminieren. Ein eigenes Zentrum sollte
entstehen und mit großem Eifer hat sie die nötigen Gelder
zusammengetragen, um das heutige Zentrum in Castel Volturno
zu erstellen. 1989 war die große Eröffnungsfeier.
Dorothea Friz war an der Entstehung des neuen
Tierschutzgesetzes von 1991 maßgeblich beteiligt, welches
kostenlose Kastration von Katzen in Kolonien vorschreibt,
die Identifikation und Registrierung aller Hunde (früher Tätowierung, jetzt
Mikrochip) und vor allem
Tierschutzunterricht in den Schulen. Information und
Ausbildung sind überhaupt die wichtigsten Punkte im
Tierschutz. Diese Erkenntnis hat
sie bewogen, eine Stiftung für Tierschutz zu gründen,
deren Hauptaufgabe es ist, durch Ausbildung und Aufklärung alles zu tun, um den Respekt vor domestizierten Tieren zu
fördern. Die FONDAZIONE MONDO ANIMALE wurde im
Oktober 2001 zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund e.V.
in Bonn gegründet.
Bis zum heutigen Tag kämpft Dorothea Friz für die
Einhaltung des neuen Tierschutzgesetzes, kastriert so viele
Hunde und Katzen wie möglich, klärt unermüdlich auf und
versucht Politiker und Behörden von ihrer so einfachen Lösung
für das Streunertum zu überzeugen: nämlich:
EINFACH DEN HAHN ZUDREHEN

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